Welch ein interessanter Gedanke: Swedru!!!

 

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Verdammt bald ist schon MAIIIIIII :D

Liebe Leser, ich bin schon ziemlich hin und her gerissen, weil mich alle fragen, wann nun der nächst aktuelle Blog kommt. Danke, dass ihr euch sehr gespannt darauf seid und euch Gedanken gemacht habt, warum ich nicht endlich in die Potte komme. Da bin ich ja wieder und es sind schon fast 2 Monate vergangen. Dafür möchte ich mich für die lange Verzögerung um Entschuldigung bitten. Nächstes Mal wird es dann Mitte Mai sein, wo die Schule wieder losgeht. Jetzt habe ich erstmal 3 Wochen Urlaub, da möchte ich auch noch einiges von Ghana sehen, mal gucken ob ich es hinbekomme.

Nun erstmal einen Bericht vom Monat März, was eine halbe Ewigkeit her war.

Ich setze hiermit fort:

Die erste Woche im Monat März hat Volleyball mit einigen Freiwilligen und Schülern aus meiner Einsatzstelle stattgefunden. Meine deutsche Gastschwester hatte an einem Tag der Woche Geburtstag und hat am Abend auch gefeiert, wo auch wirklich viel mehr los war, als bei anderen Geburtstagen, die die letzten Monate stattgefunden haben. An dem Mittwoch war letzter Schultag und dann gab es erstmal ein langes Wochenende, wo ich mit einigen Freiwilligen nach Accra gefahren bin. Erstmal in ein Gästehaus gefahren, wo wir unsere Sachen abgestellt haben und nachdem wir uns alle frisch gemacht haben, sind wir raus in die Stadt, um Essen zu gehen. Ich habe mir einen Burger bestellt, andere eine Pizza oder Pommes. Nicht wirklich ghanaisch. Später zu einem Spot und dort ein bisschen getrunken.

Am nächsten Morgen alle frisch geduscht auf dem Weg zum Independence Arch, wo wir gleich nach Plätzen in der Tribüne gesucht haben und saßen eine Weile, bis das Marschieren losging. Eine Menge von Krankenwagen, Polizeiautos, Panzer, Feuerwehrautos und sonstige Bundeswehrverkehrsmittel standen in Reihen auf dem Platz. Der Tag hieß Tag der Unabhängigkeit, auf Englisch natürlich Independence Day. Hier ist es der 6. März und in Deutschland ist es wieder ein anderer Tag, glaube im Juni/Juli oder so. Dann marschierten eine Weile verschiedene Gruppen sauber und ordentlich auf den Platz. Sogar einige Schulen waren dabei, sogar respektvollerweise, ich weiß nicht, ob es das Wort gibt, eine körperbehinderte Schule, die echt eine tolle Leistung gebracht haben und versucht haben sauber zu marschieren. Respekt. Nachdem ganzen marschieren, wo alle standen, redeten einige Leute, die nicht wirklich alle verstehen konnten, Musik lief und dann fing es zu schütteln. Oh man, war das kalt. Alle Menschen wurden nass, sogar die Zuschauer, weil der Wind von überall herkam. Später als die Schulen verschwanden und einige umkippten, weil es zu kalt war, bewegten sich die Autos und fuhren eine Runde um den Platz, dann die Menschen, dann war alles vorbei. Es regnete immer noch und wir fuhren mit dem Taxi alle zum Gästehaus zurück, machten uns trocken und haben uns alle schlafen gelegt. Nach einigen Stunden Schlaf hab ich mit einer Freiwilligen namens Sophia Essen geholt, die wir später dann im Gästehaus gegessen haben. Am Abend in der Stadt kamen noch andere Freiwillige dazu und wir gingen in einer Bar, wo wir einen getrunken haben und später in einem anderen Spot gingen und nur getanzt haben.

Am nächsten Morgen fuhren alle in verschiedenen Richtungen und ich war diesmal alleine unterwegs und fuhr nachdem ich mir ein Frühstück geholt habe zum Burma Camp, wo ich meinen Arbeitskollegen und seinen Bruder getroffen hab. Zur Info das Burma Camp liegt auch in Accra. Wir gingen erstmal zur Unterkunft von seinem Bruder und stellen meine Sachen ab und die zeigten wir das Gelände und die ganzen Sportplätze und so weiter. Dann habe ich einige Freunde von Ihnen kennengelernt und habe eine Weile mich mit denen unterhalten und ein bisschen deren Sprache gelernt. Am Abend fuhren wir in die Stadt und aßen etwas und liefen rum, um zu gucken ob wir was finden, was wir betreten könnten. Nichts gefunden. Also nach Hause und glotzen erstmal eine Runde vorm Fernsehen und dann ging es zu Bett.

Nach langem Ausschlafen ging es nach der Dusche zu den Freunden und ich guckte mit einer einen ghanaischen Film, wo ich merkte, dass die eine sehr gruselige Verfilmung und manchmal auch keine Logik dahinter haben. Es war auf jeden Fall ziemlich ungewohnt. Dann habe ich versucht Fufu zu zubereiten, dass ist Sport pur. Du musst so einen schweren Stampfer, genauso wenn du die Kartoffel zum Brei machen willst, hoch und runter bewegen und das natürlich mit voller Kraft. Nach einigen Minuten taten meine Arme schon weh. Als das Fufu bereit war, aßen sie alles auf. Währendessen habe ich meine Sachen gepackt. Da ich kein Fufu esse, habe ich mir unterwegs nach Swedru mit meinem Arbeitskollegen etwas zu essen geholt.

An dem Sonntag habe ich meine Wäsche gewaschen und habe ich auf den nächsten Tag gefreut, wo wieder Schule war.

Am Dienstagabend bin ich mit Charles, meinen Arbeitskollegen, in seine Kirche gegangen, weil er Dolmetscher für die Gehörlosen war. Da konnte ich es besser verstehen, was die dort alles in Fante erklären. In der Woche ist nichts spannendes passiert, also das ich einige Freunde von Charles kennen gelernt habe, die in einem Matratzengeschäft arbeiten und wirklich jede Hilfe gerne annehmen. Also war ich dort bis Ladenschluss und half alle Sachen, die draußen standen wieder reinzustellen.

Am Sonntag war ich das erste Mal richtig in der gehörlosen Kirche, wo mehrere gehörlose dabei waren. Es dauerte 3 Stunden bis es zu Ende war. Es war viel anders, als man es normalerweise kennt. Die haben einen Abschnitt in der Bibel vorgelesen und erstmal 3 fach erklärt, was da drin steht und dann einige Fragen gestellt, was die verstanden haben und solange erklärt, bis wirklich alle es verstanden haben. Weil einige gehörlose verstehen kein Wort, weil die auch einzige Wörter, deren Bedeutung nicht kennen. Es war schwer und es war wirklich nichts für mich, also ging ich nur Dienstagabend hin, weil es nur übersetzt wurde, was die hörende Gruppe hört. Nach der Wäsche und dem Abendessen gings zu Bett.

In den nächsten Wochen war nichts passiert, außer das ich jeden Dienstagabend in die Kirche gehe und nach der Schule immer mal wieder im Matratzengeschäft helfe. Da habe ich meine Beschäftigung gefunden, die ich in den Nachmittagen machen kann.

Ende März ging es los mit dem Organisatorischen. Meinen Zwischenbericht abgeschickt. Am Wochenende Wäsche gewaschen und Fenster geputzt wie auch meinen Boden im Zimmer. Und unter der Woche in der Schule habe ich bei einer Klasse beim Kunstunterricht geholfen aus Pappe Schuhe zu basteln, da habe ich noch einige Fotos dazu und abends war ich mal länger aus und habe Fußball in einer Sportbar geguckt.

Anfang April, die Examen fangen in der Schule an und alle müssen lernen. An dem Samstag habe ich im Geschäft geholfen und am Abend war ich auf einer Geburtstagfeier von einer Freiwilligen und haben alle getanzt und Spaß gehabt.

Die nächste Woche war etwas mehr los, hab angefangen BWL zulernen, dass ich für Studium in Deutschland brauche und da hab ich nebenbei noch eine Beschäftigung gefunden. Letzter Zeit lese ich mehr und es macht mir auch Spaß einfach mal zuhause zu bleiben und Zeit für sich alleine zu haben. Sonntag fuhr ich mit den Gehörlosen aus der Kirche nach Winneba und ich spielte mit den Mädels Volleyball, leider haben wir verloren. Es kamen noch die gehörlosen Gemeinden Accra, Winneba und Kasoa. Die Jungs spielten Fußball und am Ende bekamen wir alle umsonst was zu Essen.

Diese letzte Woche war Donnerstag letzter Schultag und am Abend kamen zwei Freiwillige nachdem wir Volleyball mit den gehörlosen spielten zu uns und machten die Nacht durch und gingen um 2 Uhr nachts aus dem Haus auf die Straße. Gingen zu Fuß zur Bushaltestelle, wo unserer Bus Richtung Kumasi erwartet hatte und aßen Eggbread zum Frühstück. Bisschen früh, hatte aber Hunger. Mhhhhh, lecker... Auf dem Weg sind wir in Nkawnkaw angehalten und sind mit dem Taxi nach Kwahu Obo gefahren, hoch in den Bergen. Es war 9 in der Frühe und wir waren so müde. Wir schliefen erstmal eine Runde in einem Haus von einem Freund von einem Freund von meinem Arbeitskollegen, der uns diese Unterkunft umsonst angeboten hat, weil alle Hotels und Gästehäuser in Kwahu ausgebucht waren. Weil über Ostern ein Festival stattfand. Mittags gingen wir in die Stadt aßen was, chillten einige Stunden im Haus und dann machten wir uns schick für die Party in einer andere Stadt. Auf einigen Bereichen trafen wir andere Freiwillige, die wir kannten und fragten uns, was wir hier machten.

Am nächsten Morgen haben wir uns alle was zum Frühstück geholt und sind zum Paragliding Platz hochgefahren, was noch mal was kostete, um das Gelände betreten zu können. Die sagten, dass wir nicht fliegen konnten, weil alles ausgebucht wäre, die letzte Gelegenheit wäre am Montagmorgen. Alles klar, dort haben wir uns angemeldet und ein Formular ausgefüllt. Später in die Stadt in einem Spot Karten gespielt. Am Nachmittag fuhren wir nach Hause und spielten dort alleine Karten weiter und lasen Bücher und redeten über Gott und die Welt.

Am Sonntagmorgen wurde eine von uns krank, die hatte hohes Fieber, haben wir erstmal alles für sie besorgt, was sie brauchte und schlief erstmal lange Runden. Nebenbei lagen und saßen wir alle draußen im schönen Garten und lasen ne Runde. Gegen Mittag kam unsere Kranke raus um frische Luft zu kriegen und ihr wurde nicht besser. Später hat es nur geregnet und am Abend ließen wir sie im Bett und wir gingen mit anderen Freiwilligen, die wir getroffen haben in einem Spot, spielten Karten, unterhielten uns und tanzten.

Am Montagmorgen ging es der Freiwilligen nicht besser, also fuhren wir ins Krankenhaus und sie bekam dann ein paar Medikamente. Leider hat sich mein Beschützerinstinkt gemeldet, dass ich sie mit nach Hause bringe und die anderen beiden fuhren zum Paragliding. Ich habe es ausfallen lassen, ich hatte ein wenig Angst darauf. Das werde ich in den nächsten Jahren mal machen, in Deutschland oder auch gleich wieder in Ghana. In Ghana ist es wirklich ziemlich günstig. Nur 50 Euro, Leute. In Swedru angekommen, ging es der Freiwilligen etwas besser und ich brauchte dringend Schlaf, weil wir ziemlich früh aufgestanden sind.

Heute ist Mittwoch und habe einen Haufen Wäsche gewaschen und meine ganzen Sachen im Internet erledigt. Gestern war nur Ausruhen angesagt und war nur am Lesen. Für die nächsten Wochen habe ich keine Sachen geplant, mal gucken, was noch auf mich zukommt. Wollte dieses oder nächstes Wochenende nach Accra und Schwimmen gehen und dort in einem Supermarkt einkaufen gehen, wo es europäische Lebensmittel gibt.

Also ich hoffe, da gab was, was euch vielleicht interessiert hat. Es ist wirklich nicht viel passiert in der Zeit, wo ich nicht geschrieben habe. Aber einige interessante Wochenenden hatte ich gehabt. Bis zum nächsten Mal meine lieben Leser. In 4 Monaten komme ich nach Hause. Bye

Hier die Fotos: https://www.flickr.com/photos/110708860@N03/sets/

Beim Fotostream könnt ihr sehen, welche Fotos die aktuellsten sind, falls ihr bei den Alben nicht sehen könnt, wo die anderen Fotos geblieben sind.

 

 

23.4.14 16:30
 



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